Wir als Flüchtlingskirche sagen ein klares NEIN! zu Abschiebungen nach Afghanistan.

Dazu gehören auch Abschiebungen in Staaten wie Norwegen, die sich an Abschiebungen nach Afghanistan beteiligen. Afghanistan ist laut Vereinten Nationen kein sicheres Land, es herrscht Krieg, und die Regierung kann die Sicherheit für die Menschen nicht garantieren; Menschenrechte werden massiv verletzt. Wir kritisieren diesen Umgang mit Schutzsuchenden, der zutiefst unseren humanitären Grundsätzen widerspricht und fordern einen bundesweiten Abschiebestopp und eine Aussetzung des Dublinsystems.

Die Flüchtlingskirche ist seit April 2017 Partner im Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan.


Asyl in der Kirche fordert: Keine direkten oder indirekten Abschiebungen nach Afghanistan

„Afghanistan ist nicht sicher! Das ganze Land ist zerrüttet, es herrscht Krieg, die dortige Regierung kann in den Provinzen keinerlei Sicherheit garantieren - weder für Menschen die im Land sind, noch für Menschen, die aus der EU nach Afghanistan abgeschoben werden.“ sagt Thomas Ruttig zur Lage in Afghanistan. Der ausgewiesene Afghanistan-Experte, Co-Direktor des Afghanistan Analysis Network, beschrieb am gestrigen Abend die verzweifelte Situation der Menschen im Land. Die Sicherheitslage sei katastrophal und habe sich in den letzten Monaten nicht verbessert. Luftschläge, Säuberungsaktionen und Anschläge gehörten zum Alltag im Land.

Weitere Informationen lesen Sie in dieser Pressemeldung von Pfarrer Bernhard Fricke Download (110 KB)


Ökumenischer Ostermontags-Gottesdienst, Andachten und ein christlicher Pilgerweg - Kirchen mit vielfältigem Programm auf der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin präsent

Berlin, den 10. April 2017 – Auch die christlichen Kirchen zeigen Präsenz auf der Internationalen Gartenausstellung im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf: Andachten und besondere ökumenische Gottesdienste – der erste gleich am Ostermontag ab 14 Uhr – ein Klang-Farben-Fest, religiöse Pilgerwege und religionskundliche Exkursionen gehören zu den vielfältigen Angeboten.  Alle christlich ausgerichteten Aktivitäten auf der IGA sind ökumenisch und Teil des von IGA-Vertretern angeregten “Dialoges der Kulturen”, der vom “Berliner Forum der Religionen” moderiert wird.

Bei der Eröffnung am 13. April 2017 werden Propst Dr. Christian Stäblein und Pfarrerinnen und Pfarrer der umliegenden Kirchengemeinden als Vertreter der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) anwesend sein. Das Geistliche Wort wird im Auftrag des Erzbischofs Domkapitular Msgr. Ulrich Bonin übernehmen.

Am Ostermontag lädt der Ökumenische Rat Berlin-Brandenburg unter der Überschrift „O happy Day!“ zu einem Gottesdienst ein. Ab 14.30 Uhr spielt die Band „Patchwork“; um 15.30 Uhr beginnt der Gottesdienst, bei dem Propst Dr. Christian Stäblein predigen wird. Um 16.30 Uhr gibt der Afrogospelchor „Bona Deus“ ein Konzert.

Der Förster und Theologe Michael Duhr bietet einmal monatlich einen christlichen Pilgerweg über das Gelände der IGA an, erstmalig am 25. April 2017 von 10 bis 14 Uhr. Ausgehend vom Erleben der Natur sollen sinnorientierte Übungen und geistliche Impulse auf dem Weg zum persönlichen Nachdenken oder gemeinsamen Austausch anregen.

Während der gesamten Öffnungszeit der IGA werden an jedem Samstag Posaunenchöre spielen, organisiert von der Landesposaunenarbeit der EKBO. Im Pavillon der Kulturen halten verschiedene religiöse Vertreter regelmäßig Andachten. Der Deutsche Evangelische Kirchentag wird sich  auf der IGA mit einem durchgehenden Bühnenprogramm vom 25. bis 27. Mai 2017 präsentieren. Schulklassen können an religionskundliche Exkursionen im Orientalischen, Japanischen und Christlichen Gartens teilnehmen.

Beim Klang-Farben-Fest am Johannistag (24. Juni 2017)  wird der Christliche Garten auf dem IGA-Gelände mit Andacht, Lesungen, Musik und Mitmachaktionen zum Mittelpunkt eines Dialoges der Kulturen und Religionen. Am 4. September 2017 leistet die Katholische Frauengemeinschaft im Erzbistum Berlin mit einem Gottesdienst einen Beitrag zum Ökumenischen Schöpfungstag. Einen großen ökumenischen Gottesdienst mit anschließendem Gospelkonzert feiert die regionale Ökumene einen Tag vor Ende der IGA am 14. Oktober 2017.


Schleuser bekämpfen und nicht Flüchtlinge

Diakonie setzt sich für Abschiebestopp nach Afghanistan ein. Abschiebungen nach Afghanistan sind zurzeit nach Ansicht der Diakonie Deutschland hochproblematisch.

"Afghanistan ist alles andere als sicher, es kommt regelmäßig zu Terroranschlägen in zivilen Gebieten mit vielen Toten und Verletzten", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Dies zeigten die jüngsten Anschläge in vermeintlich stabilen Regionen Afghanistans.

Anlässlich des gestrigen Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit den Regierungschefs der Länder appelliert Lilie an die Politik, Abschiebungen nach Afghanistan auszusetzen.

"Beim Umgang mit abgelehnten Asylbewerbern sollten wir nicht nur in die ultra- rechte Ecke schielen. Jede geplante Abschiebung müsse daraufhin überprüft werden, ob die Rückkehrer dort in Sicherheit und Würde leben können", stellt Lilie klar. Beides treffe für Afghanistan nicht zu.

"Wir legen den Schleusern und Rechtspopulisten nicht das Handwerk, indem wir Mauern um Europa herum hochziehen und möglichst viele Flüchtlinge wieder in ihre Herkunftsländer abschieben.  Vielmehr müssen wir, wie der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshof vorschlägt, sichere Zugangswege für Menschen auf der Flucht vor Krieg, Terror und Gewalt schaffen", betont Lilie. "So bekämpfen wir die Schlepper und schützen die Schutzbedürftigen."

In seinem Blog beschreibt Diakonie-Präsident Lilie ausführlich, warum Abschiebung keine nachhaltige Lösung ist:

Schleuser bekämpfen und nicht Flüchtlinge


Am 26. Februar fand die DANKE-Feier der EKBO für die Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsarbeit bei uns in der Flüchtlingkirche statt. Hier sind ein schöner kleiner Rückblick und ein paar Erinnerungsfotos:

DANKE-Feier für Ehrenamtliche in Berlin


 Wir trauern um Bashir Zakaryau

Ein grosser Kämpfer für die Rechte der Geflüchteten ist tot. Am 25.10.2016 starb der aus Nigeria stammende Bashir Zakaryau in Berlin an Herzversagen.

Bashir war einer der Köpfe der Geflüchteten vom Oranienplatz, in ihrer Mehrheit sogenannte Lampedusa-Flüchtlinge: Bürgerkriegsflüchtlinge, die im Zuge des libyschen Bürgerkriegs 2011 gezwungen wurden, alles hinter sich zu lassen und Afrika auf Booten über das Mittelmeer zu verlassen. Die meisten von ihnen haben dabei furchtbare Verluste erlitten.

Sein eigenes dramatisches Schicksal hat Bashir nie in den Vordergrund gestellt. Bescheiden in den Forderungen für sich selbst, aber entschieden, konsequent und unermüdlich in seinem Eintreten für die Rechte und die Achtung der Würde der Geflüchteten – so haben viele von uns Bashir erlebt. Er war damit Fels in der Brandung, Halt und Vorbild für viele der Geflüchteten vom Oranienplatz und auch für viele andere.

Gemeinsam mit anderen verhandelte er im Jahr 2014 mit dem Berliner Senat, um eine menschenwürdige Lösung für die Menschen vom Oranienplatz zu erreichen. Bis zum letzten Tag seines Lebens hat Bashir für die Einlösung dieser Forderung gekämpft.

Sein Traum von einem menschenwürdigen Leben für alle Geflüchteten lebt in uns weiter - wir wollen, dass er eines Tages wahr wird!

Bashir


Arbeitshilfen zum Tag des Flüchtlings

Download Arbeitshilfen (533 KB)


Video zum Ablauf des Asylverfahrens in 14 Sprachen vom Kölner Flüchtlingsrat

Link zum Video Asylverfahren


Digitale Helfer für Flüchtlinge

Welche Apps und Websites helfen Geflüchteten beim Ankommen und der Integration in Deutschland? In Berlin haben sich Geflüchtete, Programmierer, Designer und Freiwillige getroffen, um Projekte vorzustellen, sich zu vernetzen und digitale Helfer zu programmieren.
Mehr Informationen


Supervision für ehrenamtlich Tätige

In der Flüchtlingskirche bieten wir Supervisionsgruppen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit an!

Die neu zu bildenden Gruppen können jeweils bis zu 8 Teilnehmende aufnehmen. Eine regelmäßige Teilnahme an monatlichen Treffen (am 1. Mittwoch des Monats von 17:30-19:00 bzw. 19:00-20:30 Uhr) ist Voraussetzung.

Anmeldung ist erforderlich! Interessenten melden sich bitte unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Die Gruppe ist startbereit!

Sollte es mehr Bedarf geben, können weitere Supervisionsgruppen (auch an anderen Wochentagen) gebildet werden.


Sprachlern-App

die Diakonie in Niedersachsen hat eine Sprachlern-App entwickelt, die Menschen den Weg in den deutschen Alltag erleichtern soll. Bis zu 800 häufig benutzte Vokabeln kann die App in 50 Sprachen übersetzen - und ermöglicht so, selbstständig Deutsch zu üben.

Info

Weitere Informationen auch auf: www.diakonie-portal.de sowie auf der Seite der Diakonie Niedersachsen: www.diakonie-in-niedersachsen.de


Start des Flüchtlings-­Hilfe-Portals HelpTo in Berlin
Das in Brandenburg gestartete Flüchltings-Hilfe-Portal HelpTo geht jetzt auch in Berlin online. Unter der Inernetadresse  www.helpto.de können Hilfsangebote und Hilfegesuche unkompliziert ausgetauscht werden und sich Kommunen, Organisationen, Initiativen, Unternehmen, Helfer und Flüchtlinge noch besser miteinander vernetzen.

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STANDORTBESTIMMUNGEN / POSITIONSPAPIERE

Handlungsempfehlungen zum Umgang mit der AfD , herausgegeben von der Antonio-Amadeu-Stiftung im April 2016 : "Nachfragen, Klarstellen, Grenzen setzen".

Broschüre als Download (335KB)


Stellungnahme der Diakonie Deutschland –Evangelischer Bundesverband zum Referentenentwurf eines Integrationsgesetzes und zum Referentenentwurf einer Verordnung zum Integrationsgesetz (Stand 29.04.2016)

Stellungnahme als Download


Positionspapier des Willkommen KONKRET - Berliner Bündnis für Kinder geflüchteter Familien

Stellungnahme als Download


Gemeinsame Stellungnahme des Bevollmächtigten des Rates der EKD
bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union und des Leiters des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin – zum Entwurf eines Gesetzes zur Einführung beschleunigter Asylverfahren

Stellungnahme als Download


Das Deutschen Institut für Menschenrechte kritisiert scharf das sog. "Asylpaket II":

Unbenannte Anlage 00557

Das Institut bemängelt insbesondere,

- dass in den geplanten Asyl-Schnellverfahren weder Grundsätze der Rechtsstaatlichkeit noch die europarechtlich geforderte Rücksichtnahme auf "vulnerable persons" hinreichend gesichert scheinen,
- dass die geplanten Regelungen zur Missachtung von Arztattesten vor Abschiebungen das Risiko grund- und menschenrechtswidriger Aufenthaltsbeendigungen mit sich bringen und die daran beteiligten Amtsträger dem Vorwurf der Strafbarkeit aussetzen,
- dass die ungerechtfertigten Einschnitte beim Familiennachzug gegen Art. 8 EMRK, Art. 6 GG und die UN-Kinderrechtskonvention verstoßen.

Stellungsnahme - Sichere Herkunftsstaaten - des Deutschen Instituts für Menschenrechte

Stellungsnahme - Beschleunigtes Asylverfahren - des Deutschen Instituts für Menschenrechte


Aktuelle Standortbestimmung der BAGFW zu den Herausforderungen der Aufnahme und Integration von Geflüchteten

Standortbestimmung zum downloaden


RÜCKBLICK  auf  VERANSTALTUNGEN


Einen schönen Rückblick auf die Danke-Feier der EKBO in der Flüchtlingskirche und einige Fotos findet Ihr hier:

Danke Feier für Ehrenamtliche in Berlin


Dankesfeier für alle ehrenamtlich Engagierten in der Flüchtlingskirche 

Am Samstag, den 21.01.2017, fand im Gemeindesaal in St. Simeon die erste Dankesfeier für alle Ehrenamtlichen der Flüchtlingskirche statt. Gut ein Jahr nach dem Start des Projektes kamen knapp fünfzig Personen zu einem bunten Programm mit gemeinsamem syrischen Essen, Austausch und Vernetzung zusammen. Musikalisch begleitet wurde der Abend von einem syrisch-italienischen Duo mit Gesang, Gitarre und Oud, sowie einem kleinen syrischen Ensemble mit Gesang, Oud und Trommel. Alle Bereiche der Flüchtlingskirche, in denen Ehrenamtliche aktiv sind, wie Deutsch- und Alphabetisierungskurse, der Frauenraum und der Treffpunkt, wurden von den Koordinatorinnen vorgestellt und den einzelnen Ehrenamtlichen für ihre wertvolle und unverzichtbare Arbeit gedankt.                                          

Danke an alle, es war ein wunderschöner Abend!


Schreibwerkstatt in der Flüchtlingskirche

Erfolgreicher Abschluss des Schreibwerkstattprojektes mit den Willkommenskindern in der Flüchtlingskirche

Januar bis Juni 2016  Dokumentation

Die Schreibwerkstatt wurde ermöglicht durch die Unterstützung der Rotatier, den Einnahmen eines Benefizkonzertes und weiteren privaten Spendern. Vielen Dank dafür!


Die christmas party am 2. Weihnachtsfeiertag  im Rahmen des Internationalen Cafés war ein voller Erfolg!

Im Laufe des Nachmittags fanden sich geflüchtete Menschen aus Irak, Iran, Afghanistan, Mali, Tschad und Syrien - Menschen muslimischen oder christlichen Glaubens - zusammen.

Mitarbeitende der Flüchtlingskirche, Ehrenamtliche sowie Gäste aus der Nachbarschaft und anderen Kirchenkreisen erzählten von christlichen Traditionen rund um Weihnachten. Das Weihnachtsevangelium Lukas 2 wurde auf englisch, deutsch und arabisch vorgelesen. Die Sängerin Lamis Marianne Siris sang von ihr ins arabische übersetzte Weihnachtslieder. Kulinarischer Höhepunkt war der traditionelle Kartoffelsalat, dazu passend Halal-Würstchen.

Wir danken allen Ehrenamtlichen für Ihre große Hilfe und allen Spender_innen von kleinen Geschenken kulinarischen Beiträgen.


Solidaritätsfest und Lesung

Unterstützer, Geflüchtete und Interessierte kamen am dritten Adventssonntag zu einer Lesung der Berliner Schriftstellerin Jenny Erpenbeck in die Flüchtlingskirche. Im Anschluss an die Lesung feierten alle eine Solidaritätsfest für die Geflüchteten vom Oranienplatz, deren Aufenthaltsstatus nach wie vor ungeklärt ist. Wir bedanken uns herzlich für die eingegangenen Spenden. Lesen Sie mehr unter: www.kkbs.de/fluechtlinge.

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Fotos: ©Svea Pietschmann


Große Freude für das Schreiben!

Wir danken den Musikerinnen und Musikern und Frau Burmeister für die Organisation und Durchführung des Benefizkonzerts!

Die großzügige Spende hat uns vollkommen überwältigt, macht uns glücklich und ermöglicht die Durchführung einer mehrteiligen deutsch-arabischen Schreibwerkstatt mit Kindern: Als Anleiterinnen der Schreibwerkstatt können nun Leila Chammaa und Ilke S. Prick in Deutschland ankommenden Kindern die Möglichkeit geben, ihre Muttersprache als Teil ihrer Identität zu pflegen und sich die Sprache des neuen Heimatlandes anzueignen und für sich positiv zu bewerten, in dem fern von Bewertung und Zensur motiviert wird, Gefühle und Gedanken zu formulieren.

Wir danken den Spender_innen!

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8.10.2015 - Die Flüchtlingskirche wird eröffnet!  

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Fotos: Svea Pietschmann