Aus erster HandFortbildungsangebot:
“Aus erster Hand“ Teil II

Erfahrungsberichte von Frauen zu Flucht und Migration

Die Länderinformationsreihe "Aus erster Hand" findet 2018 zum 3. Mal statt, diesmal mit dem Fokus biografische Betrachtungen von Frauen zu den Themen Flucht und Migration: Frauen mit aktuellem Fluchthintergrund, einer zurückliegenden Fluchterfahrung oder aus einer Krisenregion stammend, berichten iüber die Situation in ihrem Herkunftsland mit einem besonderen thematischen Schwerpunkt. Im Anschluss können die Teilnehmer*innen Fragen stellen, der Abend klingt mit einem landestypischen Essen aus, so dass Raum und Zeit für Begegnung und Austausch ermöglicht wird.

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Abend I,   Di, 21.08.18, 18-22 Uhr:
Innerafrikanische Flucht- und Migrationsbewegungen am Beispiel von Kenia.

Kenia gehört zu den Hauptaufnahmeländern von Geflüchteten in Afrika. Allein 2014 nahm das ostafrikanische Land nach Angaben des UNHCR über eine halbe Million Flüchtlinge auf, was 13 Flüchtlinge je 1.000 Einwohner*innen im Gegensatz zu 2,5 je 1.000 Einwohner*innen in Deutschland entspricht. Große Flüchtlingscamps wie Kakuma und Dadaab existieren seit mehr als 20 Jahren. Während die eurozentristische Wahrnehmung in Deutschland oft den Eindruck erweckt, Europa trage die Hauptlast bei der Aufnahme von Geflüchteten, suchen die meisten Menschen Schutz in ihren Nachbarländern (Daten Vgl.: Entwicklungspolitik online: Afrika. Kenia. Den Ursachen von Flucht auf der Spur).

Der Abend gibt Einblicke, wie im afrikanischen Kontext auf Fluchtbewegungen reagiert und aktuell damit umgegangen wird.

Referentin: Frau Gitahi

 

Abend II,  Di, 25.09.18, 18-22 Uhr:
Der Alltag der Hazara in Afghanistan.

Die Hazara sind eine Ethnie in Afghanistan, die gesellschaftlich stark diskriminiert wird. Viele Hazara flüchten daher in Nachbarländer wie den Iran, weil ihnen im eigenen Herkunftsland keine Rechte zugestanden werden.

Der Abend wird über die Situation der Hazara, insbesondere die Gestaltung des Alltags mit all seinen Einschränkungen, informieren. Es gibt nach der Länderinformation Zeit für Fragen der Besucher*innen und ein gemeinsames Essen mit landestypischen Speisen.

Referentin: Frau Jafari

 

Abend III, Di, 09.10.18, 18-22 Uhr:
Die Fluchtgeschichte der Tamilen aus Sri Lanka und deren Bewahrung der eigenen Kultur und Tradition in Deutschland.

In den 1980er Jahren flohen zahlreiche Ealamtamilen vor dem Bürgerkrieg in Sri Lanka, seither entstanden tamilische Gemeinschaften auch in Deutschland. Die Geflüchteten brachten ihre eigene Tradition, Kultur und Sprache mit, diese lebt bis heute auch in der zweiten und dritten Generation ohne autobiografische Fluchterfahrung weiter. Der Abend wird allgemein über die tamilische Kultur, Tradition und Religion informieren und zudem direkte Einblicke mit einer Tanz- und Gesangsdarbietung geben.

Referentin: Frau Kunasingam

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