ebo bb01PM 25.11. 2020 der Füchtlingskirche

Der 25.11.2020 war der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen.

Am 25. November war der Internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen. Die Flüchtlingskirche setzt sich dafür ein, dass das Thema nicht vergessen wird. Die Podiumsdiskussion am Montag hat gezeigt: Strukturelle, familiäre, institutionalisierte Gewalt gegen Frauen sind weltweit verbreitet, auch in Deutschland. Dies wollen wir mit der folgenden Pressemitteilung bekannt machen. Die Gedanken zum Tag machen Gewalt gegen Frauen zum Thema.

Geflüchtete Frauen und LGBTIQ sind auf der Flucht und in Lagern wie auf Lesbos besonders gefährdet. Aber auch hier in Berlin und Brandenburg werden diejenigen von ihnen, die über Jahre verpflichtet in Gemeinschaftsunterkünften leben müssen, einem besonderen Risiko ausgesetzt. „Belastende Lebensbedingungen, keine Privatsphäre, Mehrbettzimmer und geteilte Sanitäranlagen fördern sexualisierte und häusliche Gewalt. Warum werden geflüchtete Frauen und LGBTIQ von den Ländern, Kommunen und Bezirken in solch vulnerable Situation gebracht?“, so Pfarrerin Josephine Furian, Seelsorgerin in der Erstaufnahme Eisenhüttenstadt. Die Synode der EKBO forderte am 24.10.2020 die Länder, Landkreise und Bezirke auf die Wohnungsunterbringung von Geflüchteten umgehend zu fördern. In dem Antrag heißt es: „Die verpflichtende Gemeinschaftsunterbringung schadet uns allen, indem sie Inklusion verhindert und Rassismus durch Ausgrenzung Geflüchteter fördert“. „Ich bin erleichtert, dass die Synode die Wichtigkeit des Anliegens erkannt und dem Antrag zugestimmt hat. Jeder Schritt zur Abschaffung verpflichtender Gemeinschaftsunterkünfte wäre auch ein Schritt gegen Gewalt gegen Frauen und LGBTIQ.“, so Dagmar Apel, landeskirchliche Pfarrerin für Migration/Integration.


<- zurück