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Berlin, 13. Januar 2018

Pressemeldung

Diakonie warnt vor Wende in der Flüchtlingspolitik

Diakonie-Präsident Ulrich Lilie fordert von Union und SPD Nachbesserungen bei Koalitionsverhandlungen

Nach den Sondierungen von CDU/CSU und SPD für eine Große Koalition befürchtet die Diakonie Deutschland eine Wende in der Flüchtlingspolitik zu Lasten der Schutzbedürftigen.
"SPD und Unionsparteien verfolgen offenbar mit Vorrang, dass möglichst viele Geflüchtete rasch wieder ausreisen", sagt Diakonie-Präsident Ulrich Lilie. Dies sei ein Rückschritt zu den bisherigen Zielen und Erfolgen zur Integration.

18. Oktober 2017, Presseinformation

Familien gehören zusammen!

Das BBZ-Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migrant*innen, der Flüchtlingsrat Berlin e.V. und JUMEN e.V.-Juristische Menschenrechtsarbeit in Deutschland fordern anlässlich der Sondierungs- und Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU, FDP und Bündnis 90/DIE GRÜNEN ein klares Ja zum Familiennachzug.

fotolia 150263328Regelmäßig erreichen uns zahlreiche Hilferufe von in Berlin lebenden Syrerinnen und Syrern, die verzweifelt versuchen, ihre Angehörigen nach Deutschland zu holen. Es sind ganz unterschiedliche Menschen, die Rat bei uns suchen, um ihre Familienangehörigen in Sicherheit zu bringen. Meist sind diese noch in Syrien, in anderen Fällen in einem Erstzufluchtsland wie der Türkei, Griechenland, Libanon oder Jordanien. Viele warten schon seit Jahren auf die Zusammenführung mit ihren Familienangehörigen in Deutschland.

14. September 2017

Nachgefragt: Abschiebungen nach Afghanistan

Interviewpartner: Sebastian Ludwig

Flüchtlingsarbeit und Asylpolitik

Warum die Diakonie Deutschland einen Stopp der Sammelabschiebungen auch für Straftäter fordert, erklärt Migrationsexperte Sebastian Ludwig.

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Warum soll nicht nach Afghanistan abgeschoben werden?

Sebastian Ludwig: Es gibt in Afghanistan keine Region, die man als sicher bezeichnen könnte. Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) kommt in seiner Bewertung auf Anfrage des Bundesinnenministeriums zu dem Schluss, dass das gesamte afghanische Staatsgebiet von einem innerstaatlichen bewaffneten Konflikt betroffen ist und somit pauschal keine sicheren Gebiete feststellbar sind (UNHCR 2016).

13. September 2017

Diakonie-Zitat: Abschiebungen nach Afghanistan sind unverantwortlich

Stellungnahme des Bundesverbandes der Diakonie zu Abschiebungen nach Afghanistan

Berlin 13. September 2017
Anlässlich der ersten Sammelabschiebung nach dem Anschlag in Kabul im Mai 2017 erklärt Ulrich Lilie, Präsident der Diakonie Deutschland:

"Menschen nach Afghanistan abzuschieben, ist angesichts der aktuellen Sicherheitslage unverantwortlich. Die Sicherheitslage verschlechtert sich stetig. Regierung und internationale Organisationen sind nicht in der Lage, sich selbst oder die Bevölkerung zu schützen.

13. September 2017

Evangelische Kirche bestürzt über Verhaftung von Peter Steudtner

Bischof Dröge bittet türkischen Botschafter in Berlin sich für seine Freilassung einzusetzen

Mit Bestürzung hat die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz die Verhaftung von Peter Steudtner zur Kenntnis genommen, der am 2. Juli 2017 in der Türkei mit neun weiteren Personen seiner Freiheit beraubt wurde, als er einen Workshop mit dem Schweden Ali Gharawi für die niederländische Entwicklungsorganisation HIVOS zu IT-Management und dem gewaltfreien Umgang mit Konflikten leitete. Propst Dr. Christian Stäblein: „Peter Steudtner gehört zu unserer Kirche. Für unverbrüchliche Menschenrechte und die gleiche Würde jeder Person einzutreten, ist untrennbar mit dem christlichen Menschenbild verbunden.

01.07.2017

Bundesweite Kirchenasylkonferenz in Frankfurt am Main

Am vergangenen Wochenende kamen Flüchtlingsinitiativen aus ganz Deutschland auf der Kirchenasylkonferenz in Frankfurt am Main zusammen. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung kritisierten die Konferenzteilnehmer den zunehmenden Druck von Politik und Behörden auf das Kirchenasyl und forderten die Verantwortlichen auf, „zu einer besonnenen, rechtsstaatlichen Ansprüchen genügenden und an den Menschenrechten orientierten Flüchtlingspolitik“ zurückzukehren.

Mehr dazu in der Pressemeldung der bundesweiten Kirchenasylkonferenz.

Storytelling - Female Role Models, Erzähl-Workshop in der Flüchtlingskirche

Das Projekt »Storytelling - Female Role Models« wendet sich an junge geflüchtete Frauen und wird in Kooperation mit der Flüchtlingskirche und Asyl in der Kirche Berlin e.V. durchgeführt.

Zur Sicherheitslage in Afghanistan

Am Mittwoch, den 31. Mai, gab es den seit Jahren heftigsten Anschlag in der afghanischen Hauptstadt Kabul, der Grund zur Aussetzung vorgesehener Sammelabschiebungen aus Deutschland nach Afghanistan war. Die mediale Aufmerksamkeit galt aber v.a. der Sicherheit ausländischer Diplomat*innen im Botschaftsviertel, weniger der afghanischen Zivilbevölkerung.

Diesjähriges Grußwort des Ratsvorsitzenden der EKD, Landesbischof Dr. Bedford-Strohm, zum Fastenmonat Ramadan:

Grußwort

Berlin, 19. Mai 2017

Diakonie fordert Schutz für afghanische Flüchtlinge

Die gemeinsame Konferenz der Diakonischen Werke und Fachverbände hat über die aktuelle Abschiebungspraxis nach Afghanistan beraten und ein Abschiebestopp gefordert.

"Abschiebungen nach Afghanistan sind unverantwortlich. Die Sicherheitslage verschlechtert sich stetig weiter, sodass es innerhalb der NATO Überlegungen gibt, das ausländische Militär wieder deutlich zu verstärken. Es gibt in Afghanistan Gebiete, wo derzeitig keine Kampfhandlungen stattfinden. Es kann aber für keine Region vorhergesagt werden, dass es nicht doch kurzfristig dazu kommen kann. Dies führt die Frühjahrsoffensive der Taliban derzeit deutlich vor Augen. Weder staatliche noch internationale Akteure sind in der Lage, sich selbst oder abgeschobene Flüchtlinge zu schützen. Argumente, dass auch in Europa mit Terroranschlägen zu rechnen sei und die Zivilgesellschaft nicht Ziel, sondern zivile Opfer nur Kollateralschäden seien, weisen wir als zynisch zurück.

Wir begrüßen, dass sich einige Bundesländer an den Abschiebungen bisher nicht beteiligen. Der drastische Rückgang freiwilliger Rückkehrer in den ersten drei Monaten des Jahres zeigt, dass es trotz verstärktem Ausreisedruck in Afghanistan keine Perspektive in Sicherheit und Würde gibt. Besonders problematisch sehen wir die staatliche Rückkehrberatung vor oder während des Asylverfahrens.

Insbesondere afghanische Flüchtlinge werden mit der Prognose, dass ihr Asylantrag aussichtslos wäre, verunsichert und zur Rückkehr gedrängt, obwohl sie Schutzbedarf haben. Auch sehen wir die Qualität der Asylentscheidungen kritisch. Durch fehlerhafte Entscheidungen werden schutzbedürftige Flüchtlinge ausreisepflichtig und abgeschoben."

Für Rückfragen und weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

Ute Burbach-Tasso, Pressesprecherin
Pressestelle, Zentrum Kommunikation
Telefon +49 30 65211-1780 | Fax +49 30 65211-3780
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